Zielsetzungen – als Vorüberlegung für die Unternehmensgründung

Ja, Du möchtest etwas verändern.
Herzlichen Glückwunsch.

Verändern heißt:
 sicheres Terrain verlassen,
 Grenzen überschreiten,
 sich persönlich entwickeln,
 Mut haben, Risiken einzugehen.

Du bist auf dem Weg, etwas zu bewegen und wirst eins bekommen, so sicher wie das Amen in der Kirche: ein Ergebnis!!!

Etwas, woraus Du Energie beziehen wirst und lernst

Sicherlich kann etwas schief gehen, wer aber gar nichts tut, der hat schon von vorne herein verloren.

Wenn Du diesen Weg der Veränderung jetzt gehen willst, sei es, dass Du Unternehmer werden willst oder in Deinem Unternehmen etwas ändern möchtest, sind von vorne herein ein paar Vorüberlegungen anzustellen, die grundsätzlicher Natur sind und nur indirekt etwas mit Deinem Unternehmen etwas zu tun haben:

1. Was möchtest Du in deinem Leben erreichen?
2. Wer bist Du, wenn Du diesen Weg gehst?
3. Welche Werte und Glaubenssätze treiben dich an? (Warum tust Du das)?
4. Wie fängst Du das an und welche Fähigkeiten benötigst Du dazu?
5. Was genau musst Du tun?
6. Für wen tust Du das?

Wie kannst Du mit diesen Ebenen, die der amerikanische Coach Robert Dilts entwickelt hat, arbeiten. Diese 6 Ebenen stehen in einem logischen Zusammenhang und bauen aufeinander auf. Sie wurden von Dilts pyramidenförmig angeordnet. Also müssen Sie ihrem Ablauf entsprechend, von oben nach unten bearbeitet werden.

Wenn wir davon ausgehen, dass Dein Wille zur Veränderung daraus resultiert, dass Du mit Deiner Situation nicht zufrieden bist,

6. Umwelt Kontext

was letztendlich nichts anderes bedeutet, dass Du mit Deiner Position, die Du in Deiner Umwelt einnimmst, nicht zufrieden bist. Auf Dich und Dein Unternehmen stürmen zu viele Probleme ein. Du hast zu wenig Umsatz, weil global agierende Unternehmen preiswerter anbieten können; Deine Mitarbeiter nicht wie gewünscht mitziehen oder die Akzeptanz Deines Produktes immer weniger wird, weil durch Billigimporte der Markt immer schwieriger wird. Du arbeitest immer härter, hast schon Jahre kein Urlaub mehr gehabt und Deine Familie und Freunde fühlen sich vernachlässigt.

5. Verhalten

Du musst etwas verändern. Wie aber? Du tust exakt das, womit Du vor Jahren noch erfolgreich warst. Du bist Dir durchaus bewusst, dass Du Stärken hast. Wie aber diese Stärken einsetzen, dass Du erfolgreicher wirst?

Es gibt 3 Säulen des erfolgreichen Handelns

 Wissen
 Können
 Einstellung

Wissen und Können hat etwas mit Deinen Fähigkeiten zu tun. Die Einstellung mit Deinen Glaubenssätzen. Also ist vielleicht dort die Schraube zu stellen?

4. Fähigkeiten

Das heißt aber auch, dass Du an Deinen Fähigkeiten arbeiten musst, wenn Du wirklich etwas verändern willst.
Was musst Du verändern, damit Du mit Deinen Fähigkeiten Deinen Kunden einen größeren Nutzen bieten kannst?
 deine Fähigkeiten selbst?
 den Einsatz Deiner Fähigkeiten?
 oder einfach nur die Zielgruppe verändern?

3. Werte und Glaubenssätze

Die große Frage ist doch: was denke ich, dass wichtig ist und was würde mir Freude machen, dass ich an diese neue Aufgabe mit Leidenschaft herangehen kann? Leidenschaft ist die größte Triebfeder, die uns motiviert, die notwendigen Dinge zu tun. Es müsste etwas sein, was deinen Kunden einen neuen Nutzen bringt und Dir großen Spaß macht, damit Du gerne diesen Weg gehst,
Sage bitte nicht, dass funktioniert ja doch nicht, weil… Wenn du es schaffst Dein Unternehmen richtig zu positionieren, Du die Zielgruppe richtig definierst und Problemlöser Nr. 1 in den Köpfen Deiner Zielgruppe wirst, dann wirst Du es schaffen.

2. Identität

Wer bist Du dann, wenn es Dir gelänge, Dein Lebensziel zu erreichen? Hätte dann Dein Leben einen Sinn gehabt?
Wie würde sich Deine Selbstwahrnehmung
verändern? Denke immer daran, das, was Du denkst –
auch über Dich selbst- das strahlst Du aus. Das Bild, das
wir von der Welt in uns tragen,
ist lediglich eine Landkarte unserer persönlichen Sicht
der Welt.

1. Vision, Lebensziel

Die erste und wichtigste Aufgabe ist es, sich selbst zu fragen, was möchte ich am Ende meines Lebens erreicht haben. Der römische Schriftsteller Seneca hat dazu sehr treffend gesagt:
„Wer den Hafen nicht kennt, wo er hin segeln möchte, der hat niemals einen günstigen Wind.“ Diese Frage bezieht sich aber nicht nur auf Deinen beruflichen Weg, sondern auf alle Aspekte Deines Lebens, die Dir wichtig sind. Dazu gehören vielleicht Deine Beziehungen (Familie und Freunde), Freizeit und Deine persönliche Entwicklung. Jeder Mensch hat Träume. Jetzt gilt es, diesen Traum konkret zu benennen und langfristig zu realisieren.

Da kommt eine Menge Arbeit auf Dich zu.
Warum ist das aber so wichtig, diesen Aufwand zu betreiben? Steven Covey „Sieben Wege zur Effektivität“ sagt dazu:

„Es bringt Dir gar nichts, wenn Du die Leiter möglichst schnell, möglichst gut herauf kommst, wenn Du die Leiter an die falsche Wand legst“. Soll heißen, es ist viel wichtiger, die richtigen Dinge zu tun, als die Dinge richtig zu tun“

Überlege bitte einmal, wie viele Menschen Du kennst, die noch nicht genau wissen, was sie mit ihrem Leben anfangen möchten. Die sich schlecht entscheiden können und immer wieder alles umschmeißen und etwas Neues beginnen. Neue Ausbildung, neuen Job, neue/r Freundin/Freund. Vieles bleibt unverbindlich. Ob ich in 3 Wochen zu Deinem Geburtstag kommen kann? Weiß ich nicht, ich habe ja soviel zu tun.

Die Überlegung, was ich in meinem Leben erreichen möchte, macht exakt den Unterschied zwischen einem erfolgreichen und zufriedenen Leben und einem unzufriedenen, von Selbstzweifel geprägten Leben.

Wie willst Du eine schwerwiegende Entscheidung treffen, wenn Du nicht weißt, welche Folgen diese Entscheidung auf Deine Zielsetzung hat?

Es kann aber doch etwas eintreten, was deine Entscheidung grundsätzlich in Frage stellt?
Für mich eigentlich nicht. Du bist Unternehmer, Du hast Deinen eigenen Wertekodex und wenn sich daran etwas verändert, dann musst Du entsprechende Maßnahmen ergreifen, um Dein Konzept anzupassen.

Dieser Entscheidungsprozess ist die Grundlage Deines gesamten Lebens und deiner Unternehmensplanung. Der erste Schritt für deine schriftliche Planungen ( auf ein schriftliches Unternehmensplanungssystem komme ich in einem späteren Blog.) Ohne diese bewusste Vorüberlegung hältst Du das Schiff nicht auf Kurs.

Wie definiert man nun Ziele? Dafür gibt es die SMART Regel, die aber für die Definition einer Vision nur schwer anwendbar ist, da ein Lebensziel etwas ist, was man erreichen möchte, aber auf Grund der Langfristigkeit nur eher ungenau definiert werden kann.

Smart Regel:
Spezifisch = eindeutig und klar definiert
Messbar = es muss kontrollierbar sein, ob das Ziel erreicht
wird
Akzeptiert = motivierend, attraktiv, ausführbar, angemessen
anspruchsvoll
Realistisch = Ziele müssen erreichbar sein
Terminiert = mit einem DATUM versehen

Diese Regel eignet sich eher für die kurz- und mittelfristige Planung. Je näher Du aber der Realisierung deines Lebenszieles kommst, desto konkreter sollte es werden.

Für den Anfang sollte reichen, dass Du definierst, was Du erreichen willst und wie.

„ Mein Ziel ist es, mit meiner Frau und meinen Kindern ein erfülltes, glückliches Leben zu führen, indem wir uns gegenseitig respektieren und füreinander da sind“. Denke daran „ Liebe ist ein Tätigkeitswort“, also liebe diejenigen, die dir nahe stehen.

Ich möchte ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen, möglichst als Fleischer, indem ich meinen Kunden ausschließlich Fleisch aus einer artgerechten Tierhaltung zu einem günstigen Preis anbiete.

Ich möchte ein erfolgreicher Unternehmer in der Baubranche sein, indem ich ein Verfahren entwickle, mit dem ich denkmalgeschützte Gebäude preiswert restaurieren kann.

Ich möchte als Geselle auf Wanderschaft gehen und dabei Erfahrungen sammeln und Techniken lernen, die mich von den Mitbewerbern abheben, damit ich mit meinem Spezialwissen auf die speziellen Herausforderungen meiner Kunden problemlos eingehen kann.

Ich möchte nicht jeden Tag 8 -10 Stunden in einer Firma verbringen und abends im Sessel vor dem Fernseher einschlafen. Ich möchte viel lieber mein Leben genießen, die Welt kennen lernen und erst einmal sehen, was auf mich zukommt.

Ich halte das für eine durchaus legitime Zielsetzung für den, der es so möchte und der sich bewusst ist, dass er damit ein Leben durchaus interessant gestalten kann. Er muss sich aber auch der finanziellen Konsequenz bewusst sein und anderen nicht auf der Tasche liegen.

Der amerikanische Trainer und Autor John Izzo hat mit seinem Team 200 ältere Menschen befragt, die von ihrer Umwelt als „weise Persönlichkeiten“ bezeichnet wurden.

Er hat ihnen die Frage gestellt: „Was genau hat das Leben sie gelehrt“ und die Antworten in seinem Buch:
„Die 5 Geheimnisse eines sinnvollen Lebens“
Veröffentlicht.

Das waren die Antworten

1. Bleibe Dir selbst treu.
Wenn Du ein Ziel hast, gehe Deinen Weg.
2. Lebe so, dass Du niemals etwas zu bereuen hast.
Lebe jeden Tag so, als wäre es Dein letzter und scheue das Risiko nicht, denn nur so kannst Du Grenzen überschreiten.
3. Lass die Liebe in Dir lebendig werden.
Zu allererst solltest Du aber Dich selbst lieben. Denn wenn Du Dich nicht selbst liebst, kannst Du auch niemand anderes lieben.
4. Lebe bewusst im Augenblick
5. Gib mehr, als Du nimmst.

Du hast Fragen zu diesem Blog, d.h.

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Ein Leben in Balance – Was soll das Ganze eigentlich

Nach 43 Berufsjahren bin ich in der glücklichen Situation, nur noch das zu tun, was mir wirklich gefällt. Oftmals pendele ich zwischen Berlin und Wuppertal, weil ich noch immer eine Menge Kontakte in der Hauptstadt habe und dort richtig was abgeht. Vor allen Dingen eine Menge kreativer Dinge im Bereich der Existenzgründung. Ich verstehe mich als Ideenfinder für Unternehmen. Greife alltägliche Probleme auf und überlege, wie kann man das besser machen und wie kann ich daraus eine Geschäftsidee machen. Etwas, was den Unternehmer besser auf dem Markt positioniert.

Beispiel: Lebensmitteleinkauf.
 Oftmals bekommt man nur Packungsgrößen, die für ein Gericht viel zu viel sind.
 Probleme: Geld wird unnütz ausgegeben
Jedes Jahr werden in Deutschland 11 Millionen Tonnen Lebensmittel alleine von
privaten Haushalten weggeschmissen.
 Lösung: Verkaufspackungen, die genau auf ein Rezept mit x Personen abgestimmt sind.
Ich habe im Netz recherchiert. Umgesetzt wurde das von Kochhaus. Für mich macht das Sinn. Wenn Ihr das einmal richtig durchrechnet, werdet Ihr merken, dass das allemal billiger ist und man spart eine Menge Zeit und Wege.

Halte in Deinem Bereich die Augen auf und mache die auftretenden Probleme zu Deinem Ding!!!!

 Was läuft vielleicht nicht richtig rund in Deiner Branche?
 Bist Du in der Lage, das zu ändern?
 Für wen (Zielgruppe) ist das interessant und bietet einen echten Nutzen, wenn Du das änderst?
 Wenn es nur „nice to have“ ist und keinen echten Nutzen bietet, lass die Finger weg.
 Bist Du in der Lage, diese Zielgruppe professionell zu bedienen und kannst Du die Zielgruppe so definieren, dass Du für diese Kunden der Problemlöser Nr. 1 wirst?
 Wichtig nur: keep it simple.

Was bedeutet das für Dich?

Viele schauen mich erschrocken an, wenn ich Ihnen sage: „ Es gibt nur ein einziges relevantes Ziel für Dein Unternehmen. Du musst Marktführer in der von Dir definierten Zielgruppe werden“. Wenn Dir das nicht gelingt, dann hast Du entweder die Zielgruppe falsch definiert oder keinen Nutzen in Deinem Angebot.

Wenn Du Bäcker in Berlin bist und einen Apfelkuchen machst, der besser ist als alle anderen, dann wirst Du vielleicht nicht der Marktführer in Berlin sein, aber Du wirst in Deinem Kiez die Nummer 1 sein. Du wirst die Leute, die Deinen Apfelkuchen kaufen, ein besseres Ansehen geben, weil sie ihren Gästen etwas servieren können, was besonders gut ist. Wenn das kein Nutzen ist?

Was bedeutet das für Deine Familie?

Zumindest wird irgendwann die Situation eintreten, wo Du nicht jeden Euro umdrehen und nicht mehr alles selber machen musst. Du hast einen größeren Umsatz und damit ein größeres Einkaufsvolumen.

Höheres Einkaufsvolumen = günstigere Einkaufsbedingungen = höherer Gewinn.

Für Deine Familie bedeutet das, dass Du mehr Zeit für sie hast. Nach 36 erfolgreichen Ehejahren kann ich Dir sagen. Die Basis für ein erfolgreiches Geschäft ist ein gutes Familienleben.

Was bedeutet das für Deine anderen Aktivitäten?

Du hast Zeit, etwas für Dich, für Deine persönliche Entwicklung zu tun. Du wirst ausgeglichener und hast Zeit, etwas mit Deinen Freunden/Freundinnen, Sportkameraden etc. zu unternehmen.

Kannst Du Dir vorstellen, dass Dich das interessanter macht für Dein Umfeld?

Du siehst, alles hängt miteinander zusammen.

Interessant? Ich werde versuchen in meinem Blog detailliert darzulegen, wie man dieses Ziel „ Ein Leben in Balance“ erreichen kann. Alles das ist leicht zu verstehen, aber sicher nicht einfach umzusetzen. Aber wie immer gilt:

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“